Makkabäer
Hintergrund des Chanukkafestes erklären und eine Diskussion über Unterdrückung und Widerstand anregen
In dieser Peula sollen sich die Chanichim mit einem Phänomen beschäftigen, nämlich wie wenige Menschen durch ihre Geistesstärke und ihre Verbundenheit mit dem Land, welches sie von ihrem Glauben befreien wollen, viele schwerbewaffnete Gegner besiegen konnten. Dies wird für die meisten Chanichim einen neuen Aspekt der wohlbekannten Geschichte von Chanukka vor Augen führen.
Geschichtlicher Hintergrund:
Im Jahre 168 v.Chr. hatten die Syrer Jerusalem in eine militärische Festung umgewandelt, in der hellenistische Syrer und hellenisierte Juden lebten. Im Tempel in Jerusalem wurde eine Zeusstatue aufgestellt. Kurze Zeit danach verkündete Antijochus Epiphanes, der syrische König, seine religiösen Anordnungen:
Schabbat und andere Feiertage durften nicht mehr gefeiert werden. Man durfte Gott keine Opfer mehr bringen, die Brith Mila durfte nicht durchgeführt werden. Die Torarollen wurden verbrannt und die Juden mussten an Prozessionen des Dionysmus (Anbetung von fremden Göttern und Götzen) teilnehmen und Schweinefleisch essen. Das syrische Militär sorgte dafür, dass diese Anordnungen eingehalten wurden. Viele gläubige Juden aus Jerusalem verließen die Stadt, doch die Dorfbewohner verließen ihre Erde nicht. Dort kam es zu einer Revolte. An ihrer Spitze stand Mattitjahu aus dem Dorf Modi´in. Sine Söhne wurden noch vor seinem Tode zu den Führern des Aufstandes, an ihrer Spitze Jehuda Hamakkabi. Er schlug mit wenigen kaum ausgerüsteten Anhängern die Armee der Syrer. Schließlich gelang es ihm sogar Jerusalem zu befreien und das Götzenbild des Zeus aus dem Tempel zu entfernen. Die Makkabäer hatten nach dem Motto gelebt: „Es ist besser zu sterben, als den Untergang unseres Volkes und des Heiligtums anzusehen.“
Fragen an die Gruppe:
- Was haltet ihr von diesem Satz?
- Wofür haben die Makkabäer gekämpft?
- Was für Gefahren konnten aus dem Widerstand entstehen?
- Wie hättet ihr euch verhalten?
Didaktische Anleitungen:
- Um der Gruppe auf direktem Wege die Situation zu vermitteln, sollte man die Chanichim auffordern, sich in eine Situation zu versetzen: eine fremde, starke Macht besetzt das Land der Gruppe und ihnen werden fremde Lebens-gewohnheiten aufgezwungen.
- Um der Gruppe klarzumachen, welche Folgen eine Belagerung mit sich bringen kann, könnte man die Gruppe in zwei Teile teilen. Eine Gruppe besetzt die zweite und darf der anderen vorschreiben, was sie zu tun hat.
Die Parallelen in unserer Peula sind:
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- Das unterworfenen Volk (2. Gruppe) muss eine andere Religion annehmen.
- Sie besitzt keinerlei Rechte.
- Sie muss eine andere Sprache sprechen.
- Sie werden versklavt.
- Sie verlieren ihre eigene Persönlichkeit.