Nerot Channukah - Channukakerzen

In diesem Artikel beschäftigt sich die Gmara mit den Vorschriften des Anzündens der Chanukkakerzen.

Die Mizwa der Chanukkakerzen besagt, dass man in jedem Haus an jedem Tag von Chanukka eine Kerze anzünden muss. Bei den „Mehadrin“, das sind diejenigen, die die Mizwot besonders lieben und so viele Mizwot wie möglich ausüben möchten – zündet jedes Familienmitglied eine eigene Kerze an. 

 

Bei den „Mehadrin min Hamehadrin“ zündet jedes Familienmitglied eine Kerze und dazu noch an jedem Tag eine zusätzliche Kerze an. Am ersten Tag eine Kerze, am zweiten Tag zwei und so weiter. 

 

Die Chanukkia soll in den Hauseingang in Richtung Straße gestellt werden. Befindet sich der Hauseingang nicht in Richtung Straße, so wird die Chanukkia ins Fenster gestellt. 

 

Jemand, der an einem Ort wohnt, an dem es gefährlich sein könnte, die Chanukkia an die Straße zu stellen - z.B. an einem Ort, an dem sich Nichtjuden befinden, die die jüdische Familie belästigen könnten - der stellt die Chanukkia auf den Tisch und zündet die Kerzen im Haus an. 

 

Das Feuer der Chanukkakerzen darf nicht benutzt werden. Wenn man die Chanukkakerzen anzündet, und sie gleich danach ausgehen, hat man die Mizwa erfüllt, und muss sie nicht wiederholen. 

 

„Und die Grube ist leer, es ist kein Wasser darin.“ 

Die Gmara sagt, dass wir aus dem Passuk, der beschreibt, wie Josef der Zaddik in die Grube geworfen wurde, wissen, was sich in der Grube befand. Im Buch Bereschit Kap. 37, Passuk 24 steht geschrieben: „Und die Grube ist leer, es ist kein Wasser darin.“ Wasser ist nicht darin, was aber sonst ist in der Grube? Unsere Weisen erklären, dass in der Grube kein Wasser war, dafür aber Schlangen und Skorpione! Der Allmächtige aber wirkte ein Wunder, dass die Schlangen und Skorpione Josef, der ein Zaddik war, nicht bissen.

 

Ein weiteres Gesetz, das wir in diesem Talmudblatt lernen: Wir sollen die Chanukkakerzen an einen Ort stellen, an dem sie sichtbar sind. Wer die Chanukkakerzen in eine Höhe von mehr als 20 Ellen (ca. 10 Meter) stellt, hat die Mizwa nicht erfüllt. Unsere Gelehrten erklären nämlich, dass ein Vorbeigehender eine Chanukkia, die so weit oben steht, nicht bemerken würde.

 

Birchot Nerot Chanukka – Die Segen über die Chanukkakerzen 

Wer die Chanukkakerzen anzündet, spricht am ersten Tag drei und an den anderen Tagen zwei Brachot: 

  • Die erste Bracha lautet: „Baruch Ata Adonaj Elokejnu Melech Ha‘olam ascher kideschanu bemitzwotaw weziwanu lehadlik ner schel Chanukka." 

    "Gelobt seist Du, Ewiger, unser G’’tt, König der Welt, der uns geheiligt durch seine Gebote und uns befohlen hat, das Chanukkalicht anzuzünden."

  • Die zweite Bracha lautet: „Baruch Ata Adonaj Elokejnu Melech Ha‘olam sche’assa nissim la’awotejnu bajamim hahem basman hase." 

    "Gelobt seist Du, Ewiger, unser G’’tt, König der Welt, der Wundertaten vollbrachte an unseren Vätern in jenen Tagen zu dieser Zeit."

     

  • Am ersten Tag von Chanukka, spricht man beim Kerzenzünden auch das „Schehechejanu“: „Baruch Ata Adonaj Elokejnu Melech Ha‘olam schehechejanu wekijmanu wehigi’anu lasman hase."

    "Gelobt seist Du, Ewiger, unser G’’tt, König der Welt, der uns leben ließ und uns erhalten hat und uns diese Zeit erreichen ließ."

     

Die Gmara fragt: Die Mizwa des Anzündens der Chanukkakerzen steht nicht in der Tora, sondern wurde von unseren Weisen festgelegt. Daher stellt sich die Frage: Warum sagen wir in der Bracha: "…der uns geheiligt durch seine Gebote und uns befohlen hat, das Chanukkalicht anzuzünden.“ Hat der Allmächtige es uns etwa befohlen?! Die Gelehrten haben es uns befohlen! 

 

Die Gmara erklärt, dass der Allmächtige befohlen hat, auf die Gelehrten zu hören, die uns befahlen, Chanukkakerzen zu zünden

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